Leistungssportsymposium zum Thema Wege an die Spitze

Die Red Bull Arena in Leipzig war vom 6. bis 8. Mai 2013 Treffpunkt für alle im Nachwuchsleistungssport engagierten Vertreter der Spitzenverbände und Landessportbünde.

Blick auf Badminton-Talente, die in der Sporthalle an der Bertolt-Brecht-Schule (Eliteschule des Sports) in Nürnberg trainieren. Foto: picture-alliance
Blick auf Badminton-Talente, die in der Sporthalle an der Bertolt-Brecht-Schule (Eliteschule des Sports) in Nürnberg trainieren. Foto: picture-alliance

DOSB hatte zusammen mit dem IAT zum Symposium eingeladen.

Über 300 Teilnehmer, darunter Sportdirektoren, Psychologen, Mediziner, Wissenschaftler, Studenten, Trainer und Sportler besuchten die Tagung. In den drei Tagen stand der Austausch unter den Teilnehmern über Trainingsstrukturen, -methoden, -prinzipien, -konzepte im Nachwuchsalter im Mittelpunkt.

Dass der Sport in der Gesellschaft stark verankert ist und einen wichtigen Beitrag für das gemeinsame Miteinander leistet, unterstrichen die Ehrengäste wie der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren, Christoph Bergner sowie die Ministerin für für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, Martina Münch. Sie hob besonders die Bedeutung von Talentsuche und –entwicklung hervor. Der Vorsitzende der Deutschen Sportjugend, Ingo-Rolf Weiß, forderte die Teilnehmer auf, die Zukunft des Nachwuchsleistungssports in Deutschland aktiv mitzugestalten.

Im Mittelpunkt: langfristiges Nachwuchsleistungstraining

In Hauptvorträgen, Diskussionsforen, bei Schlaglichtern und Nähkästchen wurden die vielfältigen Facetten des Nachwuchsleistungsports thematisiert und Anregungen für die Arbeit in den Verbänden gegeben. Mittelpunkt des Symposiums waren theoretische und praktische Ansätze für ein langfristiges Nachwuchsleistungstraining und einen langfristigen sowie systematischen Leistungsaufbau, was sowohl aus trainingswissenschaftlicher als auch aus medizinischer und psychologischer Sicht dargestellt wurde. Hervorzuheben ist, dass verschiedene Faktoren für den Leistungsaufbau eine Rolle spielen. Neben eigenen Interessen, Spaß am Leistungssport, Belastbarkeit, Ehrgeiz und Trainingszusammenstellungen sind die Funktionen bzw. Rollen der Eltern und auch besonders der Trainer deutlich geworden, die einen großen Einfluss auf die Nachwuchsathleten/innen haben. Zudem ist es von Bedeutung, sich weiterzubilden und den Sportler/innen eine schulische Ausbildung zu gewährleisten. Das Thema Duale Karriere gewinnt an enormer Bedeutung, da es für die Athleten/innen wichtig ist, neben ihrer Sportkarriere und vor allem danach auf eine Perspektive bauen zu können.

Systematische Talentsuche, -entwicklung, -förderung sowie der Talenttransfer, ein Sportartenwechsel, sind aktuelle Tendenzen für den deutschen Nachwuchsleistungssport. Die Rolle von Erziehung, Disziplin, Anstrengung und Vereinbarkeit höchster Anforderungen im Jugendalter mit schulischen Belangen wurde im Beitrag des pädagogischen Leiters des Thomanerchors Leipzig, Roland Weise, außerhalb des Sports deutlich.

Neben den Hauptreferaten haben sich die Teilnehmer an den drei Tagen sportartspezifisch in unterschiedlichen Diskussionsforen – Ausdauer, Technisch/Akrobatisch, Zweikampf, Spielsport und Kraft/Schnellkraft – aufgeteilt, um spezieller und detaillierter auf verschiedene Sportartengruppen eingehen zu können.

Sportler und Trainer plaudern aus dem Nähkästchen

Als besonderes Highlight plauderten erfolgreiche Sportler/innen und Trainer/innen aus dem Nähkästchen und lüfteten ihre Erfolgsgeheimnisse. Medaillengewinner und ihre Trainer wie Kati Wilhelm (Biathlon), Steffen Justus (Triathlon), Kerstin Thiele und Annett Böhm (Judo), sowie Danny Ecker (Stabhochsprung) berichteten freimütig über ihre sportliche Entwicklung und entscheidene Momente ihrer Laufbahn.

Die Eckpunkte des zukünftigen Nachwuchsleistungssportkonzeptes des DOSB stellte Olav Spahl, Ressortleiter Olympiastützpunkte und Nachwuchsleistungssport vor und anschließend zur Diskussion. Die Einschätzungen und Rückmeldungen der Tagungsteilnehmer fließen in die weitere Entwicklung des Konzeptes ein, dass bei der DOSB-Mitgliederversammlung 2013 zur Abstimmung gestellt werden soll. 

In Leipzig hat der Nachwuchsleistungssport in Deutschland durch die gemeinsame Initiative von DOSB und IAT ein exzellentes Forum gefunden. Die vielen Ideen und Pläne gilt es nun konsequent zu verfolgen, um das übergeordnete Ziel des deutschen Nachwuchsleistungssports zu erreichen: Erfolge im Erwachsenenalter systematisch vorzubereiten.

(Quelle: DOSB)


  • Blick auf Badminton-Talente, die in der Sporthalle an der Bertolt-Brecht-Schule (Eliteschule des Sports) in Nürnberg trainieren. Foto: picture-alliance
    Blick auf Badminton-Talente, die in der Sporthalle an der Bertolt-Brecht-Schule (Eliteschule des Sports) in Nürnberg trainieren. Foto: picture-alliance

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