Jugend-Olympiamannschaft mit Herz und Leidenschaft

Mit „Herz und Leidenschaft“, „Willen und Ehrgeiz“ aber auch mit „Neugier und Experimentierfreudigkeit“ ist die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft bei den 2. Olympischen Jugendspielen in Nanjing/China aufgetreten.

Mit Herz und Leidenschaft unterstützen die Athletinnen und Athleten der Deutschen Jugend-Olympiamannschaft sich gegenseitig. Foto: DOSB
Mit Herz und Leidenschaft unterstützen die Athletinnen und Athleten der Deutschen Jugend-Olympiamannschaft sich gegenseitig. Foto: DOSB

Dieses Fazit zog Chef de Mission Bernhard Schwank nach den letzten Wettkämpfen am Mittwoch. „Ich habe gesehen, wie die Athletinnen und Athleten für ihren Sport brennen. Für viele ist er wichtigster Lebensinhalt neben der Schule“, sagte Schwank, der an den elf Wettkampftagen viele „emotionale Höhepunkte“ beobachtet hatte.

„Wie Ihr hier aufgetreten seid war klasse. Ihr habt alle Euer Bestes gegeben. Bei vielen hat es zu super Leistungen gereicht, bei einigen sogar zu Medaillen. Egal wie es lief, seid Ihr mit Sieg und Niederlage beeindruckend umgegangen“, hatte Schwank der Mannschaft am Vorabend bei der German Sports Youth Night gesagt: „Gerade die Medaillengewinner unter Euch dürfen jetzt nicht nachlassen und sich zufrieden geben, sondern müssen nun eine Schippe drauflegen. Denn die Jugendspiele sind nicht das Ende, sondern der Anfang. Ich hoffe, dass wir viele von Euch auch in der Deutschen Olympiamannschaft erleben werden.“

Insgesamt habe sich die Deutsche Jugend-Olympiamannschaft in Nanjing als „super Team“ präsentiert, bilanzierte Schwank. „Sportlich kann man mit den erbrachten Leistungen in der Summe sehr zufrieden sein. Wir haben viele persönliche Bestleistungen verzeichnet. Dass dies bei so einem herausragenden Wettkampf wie den Jugendspielen gelungen ist, spricht für sich.“ Manchmal habe es für eine Medaille gereicht, manchmal trotz vollen Einsatzes nicht. „Trotzdem waren es fast ausnahmslos gute Leistungen für die einzelnen Athleten.“

Besonders wertvoll sei die Verbindung mit dem academy camp der Deutschen Sportjugend (dsj) gewesen. „Dies war ein zusätzlicher Impuls“, meinte Schwank: „Diese Kombination können wir anderen Ländern nur weiterempfehlen.“ 39 junge Erwachsene aus dem organisierten Sport begleiteten die Jugendspiele. Wie bereits 2010 in Singapur und 2012 in Innsbruck richtete sich das Camp an junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren, die sich in den Strukturen des deutschen Sports ehrenamtlich im Bereich Sport und Organisation als Trainer, Schiedsrichter, Öffentlichkeitsarbeiter, Betreuer, Jugendvertreter, u.ä. engagieren.

Das sportliche Gesamtkonzept der Jugendspiele sollte indes weiterentwickelt werden, regte Schwank an: „International müssen wir über die Altersklassen, die Einordnung in den Wettkampfkalender und einzelne Formate sicher nochmal diskutieren“, sagte Schwank. Wenn die Jugendspiele sportlich hochwertig sein sollten, dann müssten sie im Jahr ihrer Austragung auch der Wettkampfhöhepunkt für die Athleten sein. „Zudem braucht es eine Harmonisierung der Sportarten untereinander.“

Gleiches gelte für die Wettkampfformate. „Hier sollten wir uns auf eine von allen Verbänden getragene Philosophie verständigen“, sagte Schwank. Auch die zusätzlichen länderübergreifenden Mixed-Wettbewerbe müssten aufeinander abgestimmt werden. So gab es in der 8x100-Meter-Pendelstaffel der Leichtathleten Medaillen, während das gleiche Format der Ruderer ohne Medaillen blieb.

Auch der DOSB werde sich Gedanken über den weiteren Umgang mit den Olympischen Jugendspielen machen. Schwank: „Wir müssen uns die Frage stellen: Welche Sportler entsenden wir zu den Spielen und wie bereiten wir sie vor?“ Dafür müsse auf internationaler Ebene die Priorisierung der Ziele der Olympischen Jugendspiele und die bestmögliche Harmonisierung der Wettkämpfe mit dem Kultur- und Bildungsprogramm diskutiert werden.

Lobend erwähnte Schwank die Arbeit des Organisationskomitees der Spiele: „Das gibt eine Eins, auch wenn es sicher an der ein oder anderen Stelle gehakt hat, was aber zu einer Veranstaltung dieser Größenordnung dazu gehört. Die Athletinnen und Athleten haben sich hier in Nanjing sehr wohl gefühlt.“

Die 2. Olympischen Jugendspiele enden am Donnerstag um 20.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MESZ/live auf „sportdeutschalnd.tv“ mit der Schlussfeier. Nächster Gastgeber ist 2018 die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Zuvor finden 2016 in Lillehammer die 2. Jugend-Winterspiele statt.

(Quelle: DOSB)


  • Mit Herz und Leidenschaft unterstützen die Athletinnen und Athleten der Deutschen Jugend-Olympiamannschaft sich gegenseitig. Foto: DOSB
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