Erfolgreicher Sommer in Leverkusen

Juniorenweltrekord für Felix Streng Copyright: TSV Bayer 04 Leverkusen
Juniorenweltrekord für Felix Streng Copyright: TSV Bayer 04 Leverkusen

Es gibt so manchen Sommer, bei dem wünscht man sich, er würde nie vorüber gehen. Diese Weisheit bezieht sich in diesem Fall nicht auf das Wetter, sondern auf die sportlichen Erfolge rund um das Sportinternat Leverkusen.

Den Anfang machte Karla Borger (Abijahrgang 2008), als ihr gemeinsam mit ihrer Partnerin Britta Büthe die Sensation bei der Beachvolleyball-WM in Polen gelang. Vor dem WM-Turnier auf Rang 17 eingestuft, holte das Duo überraschend Silber. Die WM-Debütantinnen standen dabei als erstes europäisches Team überhaupt bei einer WM im Endspiel. Zu Gold fehlten in einem spannenden Finale (21:18, 17:21, 19:21) gegen die erfahrenen Chinesinnen Chen Xue/Xi Zhang am Ende nur Kleinigkeiten: „An denen werden wir arbeiten“, versprach Karla Borger schmunzelnd.

Einen Tag nach dem Erfolg von Karla Borger legte Weitspringer Alyn Camara (Abi 2009) bei den Deutschen Meisterschaften nach. Er besiegte die Europameister Christian Reif und Sebastian Bayer und gewann sein erstes Gold bei den Männern. Dabei zeigte er bis zum sechsten Durchgang den einzigen Acht-Meter-Sprung der Konkurrenz. Die Führung musste er nur für ein paar Minuten abgeben, konterte dann aber und katapultierte sich abschließend auf 8,15 Meter. „Im Absprung wusste ich, dass der passt. Ich bin abgesprungen und dachte, ‚geil‘.“

Der nächste Überraschungserfolg gelang Siebenkämpferin Kira Biesenbach. Sie krönte ihre erste 6.000-Punkte-Saison mit einer Silbermedaille bei der U23-EM im finnischen Tampere. Nach einem hochklassigen und spannenden Wettkamp genoss die 21-Jährige mit dem Silbermedaillengewinn ihren bislang größten Triumph.

In Puerto Rico stand für die Behindertensportler die Junioren Leichtathletik-WM an (siehe auch Bericht auf S. 17). Unter den Startern war auch Felix Streng, der im vergangenen Herbst ganz spontan drei Tage vor Schulbeginn ins Sportinternat nach Leverkusen wechselte. Durch eigene Internetrecherchen war der bis dato als Badmintonspieler tätige Athlet auf die Leichtathletik-Hochburg Leverkusen und das dazugehörige Angebot rund um die duale Karriere gestoßen. Nach einem kurzen Trainingsbesuch und Informationsgesprächen mit Internatsleitung und Schule kehrte er nur kurz in seine Heimatstadt Coburg, zurück und organisierte gemeinsam mit seinen Eltern in Windeseile seinen Umzug in eine Wohngemeinschaft des Sportinternats.

Die großen Erfolge sollten nicht lange auf sich warten lassen, bei der Junioren-WM siegte er über 200 Meter. Mit  22,22  Sekunden stellte der Sportinternatsschüler dabei einen neuen Juniorenweltrekord auf, der zugleich auch Europarekord bedeutet. Eine weitere Goldmedaille holte er über die 100 Meter in 11,68 Sekunden. Und als ob dies nicht genug wäre, komplettierte Felix Streng seinen Medaillensatz noch mit Silber in der 4 x 100 Meter  Staffel und zwei Bronzemedaille über 400 Meter und im Weitsprung.

Damit ist Felix Streng definitiv angekommen in der Leichtathletik und hat auch für das nächste Jahr mit dem anstehenden Abitur und der Aktiven-EM große Ziele vor Augen.

Der nächste Sommer kann also kommen.

 

Text: Jens Schmidt, TSV Bayer 04 Leverkusen


  • Juniorenweltrekord für Felix Streng Copyright: TSV Bayer 04 Leverkusen
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