Ansporn und Anerkennung für zweifache Erfolge

Bild: Picture Alliance
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Starke sportliche und schulische Leistungen fördern und auch belohnen – das ist das Anliegen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV). Daher laden der DOSB und der DSGV ausgewählte Eliteschüler des Sports einmal im Jahr zu einem mehrtägigen Workshop ein.

Die Teilnehmer wurden zuvor an ihren jeweiligen Standorten als Beste des Jahres ausgezeichnet. Die Einladung zum Workshop gilt folglich als Auszeichnung, schließlich gelten die jungen Athleten als Vorbilder im System der dualen Karriere, welches an den 43 Eliteschulen des Sports praktiziert wird und es den Nachwuchssportlern ermöglicht trotz des leistungssportlichen Erfolgs den schulischen nicht außer Acht zu lassen.

Die Workshops finden stets rund um ein sportliches Großereignis statt. Die Premiere führte die Athleten 2011 zur FIS Alpinen Ski WM nach Garmisch-Partenkirchen. Im Jahr 2012 reisten die Teilnehmer zu den ersten Olympischen Jugend-Winterspielen nach Innsbruck und 2013 zu der Kanu-Weltmeisterschaft nach Duisburg. 2014 standen die Schwimm-Europameisterschaften in Berlin auf dem Plan, 2015 fand der Workshop im Rahmen der Bob und Skeleton WM in Winterberg statt, 2016 ging es für die Teilnehmer/innen in die Heimat des IOC nach Lausanne, 2017 zur Eishockey-WM nach Köln und in diesem Jahr nach Berlin zur Leichathletik EM.

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Ausgelassenes Jubeln bei der Leichtathletik EM in Berlin

Am 10. August 2018 war es wieder soweit: der Workshop der „Eliteschüler des Sports“ erwartete die jungen Sportlerinnen und Sportler. 12 Eliteschüler sind der Einladung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands sowie des Deutschen Olympischen Sportbundes gefolgt und reisten nach Berlin. Der unumstrittene Höhepunkt stellte mit Sicherheit der Besuch der Leichtathletik EM im Olympiastadion am Samstagabend dar. Die spannenden Wettkämpfe im Stadion faszinierten nicht nur unsere Leichtathleten Charleen Kosche, Thomas Barthel und Chima Ihenetu, sondern rissen alle Eliteschüler gleichermaßen in ihren Bann.

Am Freitagabend fand das erste große Aufeinandertreffen statt und die Eliteschüler lernten sich untereinander kennen. Aus Winter- und Sommersport, von Golf bis Frauenfußball waren die Workshop-Teilnehmer bunt gemischt. Bei ein paar Runden Bowling konnten sich die Eliteschüler auf das sportliche Wochenende einstimmen. Untereinander kam es schon nach kurzer Zeit zu einem regen Austausch über die verschiedenen Sportarten. Der sportliche Ehrgeiz war natürlich schnell geweckt und so ließen die ersten Strikes auch nicht lange auf sich warten. Hochspringer Chima Ihenetu aus Neubrandenburg holte sich den Titel und konnte sich auf der Bowlingbahn vor der Schwimmerin Cornelia Rips aus Halle (Saale) durchsetzen.

Natürlich darf auch der nächste Tag nicht ohne sportliche Betätigung starten, daher gab es einen morgendlichen Sightseeing-Run durch Berlins Innenstadt. Das frühe Aufstehen stellte für die kleine Jogging-Gruppe kein Hindernis dar und so wurden am frühen Morgen die Hot-Spots von Berlin abgelaufen. Danach gab es informative und kurzweilige Vorträge für die Eliteschüler zum Thema Duale Karriere. Dr. Sven Baumgarten, Projektleiter Duale Karriere vom DOSB, berichtete über die Möglichkeiten für die jungen Sportlerinnen und Sportler, nach der Schule Studium oder Ausbildung möglichst perfekt mit dem Leistungssport zu verbinden. Er zeigte ihnen die Rahmenbedingungen für die Duale Leistungssportkarriere in Deutschland auf und präsentierte ihnen Ansatzpunkte zur langfristigen, individuellen dualen Karriereplanung. Lena Schöneborn, Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf, hat es sich nicht nehmen lassen, den Eliteschülern von ihrer persönlichen Dualen Karriere zu berichten und ihnen Motivation und Inspiration zu schenken für die eigene Karriere. Die jungen Sportler haben ihr mit großem Interesse zugehört und so war eine angeregte Unterhaltung im Anschluss auch vorprogrammiert. Denn die Zeit nach dem Abitur steht für einige der Workshop-Teilnehmer auch kurz bevor. Florian Frank, Marketingleiter des DOSB, stellte die Marke Team D vor sowie die Athletenkommunikation des DOSB. Auch hier herrschte großes Interesse, denn einen Traum haben alle Schüler gemeinsam: unter dem Namen von Team Deutschland bei den Olympischen Spielen zu starten!

Nach so viel Theorie ging es nach einer kleinen Stärkung direkt weiter zur Europäischen Meile auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Ein Ort, der geschaffen wurde, um die Leichtathleten und ihre Medaillen zu feiern und der Leichtathletik EM in erster Lage Berlins eine Bühne zu geben. Der Direktor der Europäischen Meile, Konstantin Krause, selbst ehemaliger deutscher Spitzen-Weitspringer, führte die Gruppe über den Breitscheidplatz und vermittelte Hintergrundwissen zum Format der Europäischen Meile. Eine Plattform, die es in der Form so noch nie gegeben hat, aber schnell zum Zuschauermagneten avancierte. Der Höhepunkt des Tages rückte immer näher: der Besuch der Leichtathletik EM im Olympiastadion! Mit perfektem Blick ins Stadion und auf die Wettkämpfe durften die Athletinnen und Athleten gleich mehrere deutsche Medaillen bejubeln. Bei einigen Entscheidungen konnten sich die Eliteschüler auch nicht mehr auf ihren Sitzen halten und rissen die Hände vor Freude in die Luft. Mit diesen tollen Impressionen neigte sich der Workshop dem Ende und für die Eliteschüler des Sports ging auch sicherlich ein für die nächsten Herausforderungen motivierendes Treffen zu Ende. Denn in ein paar Jahren werden sie es sein, die Eliteschüler des Sports 2017, die bejubelt und gefeiert werden…

Weitere Informationen zum Workshop 2018

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„Sommer trifft Winter“ beim Workshop der Eliteschüler des Sports

Ein ereignisreiches Wochenende – ganz in Zeichen des Sports – liegt hinter den Teilnehmern des Workshops der „Eliteschüler des Sports“. Hätte man die Tage unter ein Motto gestellt, wäre „Sommer trifft Winter“ sicherlich in die engere Wahl gekommen. Denn nicht nur die Sportarten der Nachwuchsathleten reichten von Wasser- bis Skispringen. Saß man mittags noch bei strahlender Sonne vor dem Sport & Olympia Museum, besuchte man am Abend das WM-Spiel der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft.

Doch nun erst einmal zum Anfang. 15 Talente waren der Einladung des DOSB und des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gefolgt und am ersten Maiwochenende zu einem gemeinsamen Workshop nach Köln gereist. Nach den Workshops bei WMs, EMs und in der Heimat des IOC in Lausanne, ging es für die diesjährige Gruppe zur Eishockey-WM. Unter den Teilnehmern: Europameister, Junioren-Weltmeister, Teilnehmer der Youth Olympic Games sowie der Paralympischen und der Olympischen Spiele. Beeindruckend, aber nicht verwunderlich, wenn man weiß, dass sie für ihre herausragenden Leistungen in 2016 – sowohl sportlich als auch schulisch – von ihrer jeweiligen Schule ausgezeichnet worden waren.

Nach der Anreise und einem ersten Kennenlernen am Freitag, waren einige Athleten schon früh wach, um gemeinsam am Rhein zu joggen. Denn wer jeden Tag ‒ teilweise sogar mehrmals ‒trainiert, den juckt es nach dem Anreisetag in den Beinen. „Mich einen Tag lang nicht bewegen - das kann ich nicht.“, sagte einer der Schüler.
Nach einer Stärkung ging es weiter mit interessanten Vorträgen des DOSB im Sport & Olympia Museum. Sven Baumgarten, Projektleiter Duale Karriere, informierte die Nachwuchsathleten über sein Schwerpunktthema. Seine Kollegen Steffi Hegenberg (Referentin Marketing-Kommunikation Athleten) sowie Jens Behler (Ressortleiter Digitale Kommunikation) gaben den Nachwuchstalenten einen Einblick in die Entstehung des neuen Auftritts von „Team Deutschland“ und in die Athletenkommunikation.

Dreispringer Max Heß hatte nach dem Workshop der „Eliteschüler des Sports“ einen Liveauftritt auf der Facebookseite von Team Deutschland. In dem Format „Sag mal…“ beantwortete der Europameister, Olympia-Teilnehmer und erstplatzierte „Eliteschüler des Jahrs 2016“ die Fragen der Fans.

Weitere Informationen zum Workshop 2017

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Workshop führt Teilnehmer in die Heimat des IOC

Mehrfache Deutsche Meister, Junioren-Weltmeister, Goldmedaillengewinner bei den Youth Olympic Games – viele Eliteschüler des Sports haben bereits jetzt ein Stück persönliche Sportgeschichte geschrieben. Dennoch haben sie alle ein noch größeres Ziel fest im Blick: Die Teilnahme an den Olympischen Spielen.

Und dass wir einige der Schüler irgendwann bei den Olympischen Spielen sehen, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Bereits jetzt gehören sie zu den besten Nachwuchssportlern Deutschlands. 2015 wurden sie für ihre schulischen und sportlichen Leistungen von ihrer jeweiligen Eliteschule des Sports als Jahresbeste ausgezeichnet. Es folgte die Einladung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und des DOSB zum gemeinsamen Workshop nach Lausanne (Schweiz).

Mitte März war es dann soweit. In der Heimat des IOC durften 16 Nachwuchstalente olympische Luft schnuppern und im Olympiamuseum auf die bedeutendsten Momente in der olympischen Geschichte zurückblicken. So erinnert das Kleid von Katarina Witt an den packenden Eiskunstlauf-Wettkampf bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary, den sie knapp gewann und so als zweite Eiskunstläuferin den Olympiatitel wiederholen konnte. Auch Richard „Dick“ Fosbury (USA) schrieb Geschichte, als er als erster Hochspringer mit einem „Flop“ rückwärts über die Latte und 1968 zum Olympiasieg sprang. Begeistert von den Erfolgen und einzigartigen Momenten, begannen auch die Augen der Eliteschüler des Sports zu leuchten. Der eine oder andere träumte sicherlich davon, auch einmal Teil dieser beeindruckenden Sportgeschichte zu sein. Ein Traum, der die Talente zukünftig bestimmt noch einmal mehr zu Höchstleistungen motivieren wird.

Neben dem Besuch des Olympiamuseums stand noch ein Vortrag zur Duale Karriere von Sven Baumgarten, Projektleiter dieses Themas beim DOSB, auf dem Programm. Auch der Pressesprecher des IOC für die deutschsprachigen Länder und ehemaliger Pressesprecher des DOSB, Christian Klaue, ließ es sich nicht nehmen, die Leistungssportler persönlich in Lausanne zu begrüßen. Er gab den Sportlern einen interessanten Einblick in die Arbeit des IOC. Denn viele hatten hiervon bisher nur eine vage Vorstellung. Woher kommt das Geld des IOC, was passiert mit dem Geld, warum ist das IOC für den Sport so wichtig? Mit vielen Fragen hatten sich die Leistungssportler noch gar nicht auseinandergesetzt und erfuhren nun, wie wichtig die Arbeit des IOC auch für jeden einzelnen von ihnen ist.

Beim abschließenden Bowling konnten sich die Schüler noch einmal sportlich messen. Es wurde gejubelt, geflucht und angefeuert, einige Schüler entdeckten beim Abendprogramm auch ihre bisher verborgenen Talente und gaben ihren Sportkollegen keine Chance. Wer weiß also, wen wir einmal in welcher Disziplin bei den Olympischen Spielen wiedersehen werden. Die Zahlen der letzten Spiele machen Hoffnung: Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi stammte mehr als die Hälfte aller Athletinnen und Athleten aus Eliteschulen des Sports. Und sie waren überdurchschnittlich erfolgreich: an allen Medaillen waren ehemalige oder auch aktuelle Eliteschüler beteiligt.

Und für das ganz große Ziel wurde auch am Wochenende fleißig trainiert. Es standen Ausdauer- und Mentaltraining auf dem Programm. Denn während die einen Lausanne schon am frühen Morgen im Lauftempo entdeckten, träumten die anderen in ihren Betten vom nächsten großen Triumph.
Wenn alles perfekt läuft, könnte der Traum für einen der Workshop-Teilnehmer, Ringer Etienne Kinsinger, schon in Rio wahr werden, wie er im Interview berichtet.

Wir drücken allen Nachwuchsathleten und -athletinnen die Daumen und freuen uns schon jetzt auf das Wiedersehen.

Weitere Informationen zum Workshop 2016

Bild und Post: Max Lemke
Bild und Post: Max Lemke

Erfolgreiches Wochenende bei der Bob und Skeleton WM in Winterberg.

Was machen Boxer, Kanuten, Leichtathleten und Talente aus vier weiteren Sportarten gemeinsam im verschneiten Winterberg? - Sie besuchen auf Einladung des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Sparkassen-Finanzgruppe die Bob und Skeleton WM. Denn dort fand vom 6. bis 8. März der diesjährige Workshop der Eliteschüler des Sports statt. Die  Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren im vergangenen Jahr von ihrer Schule als Eliteschüler des Sports ausgezeichnet worden und daraufhin als Belohnung für ihre sportlichen und schulischen Leistungen nach Winterberg eingeladen worden.

Die rasanten Abfahrten der Weltelite durch den Eiskanal kannten die Nachwuchssportler bisher nur aus dem Fernsehen. „Wenn man das live sieht, merkt man erstmal, wie schnell das wirklich ist. Ich liebe die Geschwindigkeit. Einmal in einem Bob mitzufahren, das wäre großartig“, sagte Laura Jokeit, Kugelstoßerin und Eliteschülerin des Sports 2014 aus Bochum-Wattenscheid, begeistert (Zum Interview).

Schon in den vergangenen Workshops (z.B. anlässlich der Kanu-WM 2013 in Duisburg) zeigte sich, dass die Eliteschüler des Sports wahre Glücksbringer für die deutschen Teams sind. Unter Anfeuerung der Workshopteilnehmer im ersten und zweiten Lauf, gaben die Piloten richtig Gas. Maximilian Arndt fuhr mit seinem Team im Viererbob dann im vierten Lauf zu Gold. „[…]Saustark! Das war es aber noch nicht: Das Bobteam um Nico Walther fuhr auf den zweiten Platz und sorgte somit für den ersten deutschen WM-Doppelsieg in der Königsdisziplin seit 2011! Applaus dafür!“, schrieb die Deutsche Olympiamannschaft auf Facebook.

Applaus gab es natürlich auch von den Eliteschülern des Sports – hinzu kamen noch einige Selfies der Nachwuchssportler in den sozialen Medien. Denn diese Netzwerke waren auch eines der Themen, die die jungen Sporttalente an diesem Wochenende begleiteten. Im Workshop wurden sie dafür sensibilisiert, wie wichtig es für Sportler ist, die in der Öffentlichkeit stehen, ihr öffentliches Profil professionell zu pflegen. Neben verschiedenen positiven und negativen Beispielen von bekannten Sportlern, kam auch die Praxis nicht zu kurz. Die Aufgabe, ein Gruppenselfie zu machen, hätte es bei der Generation Social Media wahrscheinlich gar nicht gebraucht.

Besonders wichtig und interessant ist der Auftritt der Sportler in sozialen Netzwerken auch für potentielle Partner. Neben Sponsorenverträgen bieten zudem viele Wirtschaftspartner auch leistungssportkompatible Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze an. Das weiß auch Andreas Dittmer, dreifacher Olympiasieger im Kanu und heute Abteilungsdirektor Gesellschaftliches Engagement beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband. „Wenn ihr wisst, wo ihr hinwollt, ist das schon die halbe Miete. Ihr solltet Euch jetzt ein gutes Umfeld aufbauen, denn mit den ganz großen Erfolgen öffnen sich für Euch viele Türen“, erzählte Sandra Kiriasis, Olympiasiegerin im Zweierbob von 2006. Die 40-Jährige berichtete den Schülern beim Workshop von ihren Erfahrungen zum Thema Duale Karriere und traf die Teilnehmer auch an der Bobbahn wieder. Im vergangen Jahr, nach Beendigung ihrer Sportkarriere, hat sie ein Studium im Bereich Gesundheitssport und Prävention angeschlossen und sich vorher komplett auf den Leistungssport konzentriert. Denn Bobpilotin zu sein, bedeutet weit mehr, als nur den Eiskanal hinunterzufahren, wie die Eliteschüler des Sports von ihr erfuhren. Sponsorentermine und –aquise, Materialpflege sowie Videoanalysen sind nur einige Aufgaben, die über den eigentlichen Sport hinausgehen. In vielen Sportarten ist dies aber anders, wodurch die Sicherung einer Dualen Karriere im Hinblick auf die Zeit nach dem Sport besonders wichtig ist, wie Sven Baumgarten, Projektleiter Duale Karriere des DOSB, den Sportlern im Rahmen des Workshops nochmal verdeutlichte.

Am Abend kam bei der Siegerehrung der Skeletondamen noch einmal richtig Feierstimmung auf. 2011 noch selbst beim Workshop dabei, konnte Tina Hermann (Eliteschülerin des Sports 2010 aus Berchtesgaden) über den fünften Platz jubeln. Der ganz große Clou gelang Jaqueline Lölling. Die 20-Jährige Eliteschülerin des Sports 2012 aus Berchtesgaden wurde überraschend neue Vize-Weltmeisterin im Skeleton.

Ende des Jahres werden die Eliteschüler des Sports des Jahres 2015 der 43 Eliteschulen des Sports Schulen bekanntgegeben. Auch sie dürfen sich wieder auf die Einladung zu einem außergewöhnlichen Workshop freuen. Wohin es diesmal dann hingehen wird, bleibt bis zur Auszeichnung noch eine Überraschung.

Weitere Informationen zum Workshop 2015

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Gänsehaut-Feeling beim Workshop der Eliteschüler des Sports

Stille im Velodrom in Berlin bei den Schwimm-Europameisterschaften. Der Startpfiff zur 4x 200m Staffel ertönt. Wie ferngesteuert springt die Menge auf und feuert die Schwimmer an. Paul Biedermann springt als letzter Mann seines Teams ins Wasser. Noch liegen die Deutschen nicht vorne. Eine fesselnde Aufholjagt beginnt. Kurz darauf: Jubel hallt durch die Schwimmhalle. Gold für Deutschland! Spätestens jetzt hält es niemanden mehr auf seinem Sitz. Erst Recht nicht die 13 Eliteschüler des Sports 2013, die diesen Moment aus nächster Nähe erleben durften. Auch sie kennen den langen und trainingsreichen Weg zum eigenen goldenen Moment und wissen diesen Augenblick umso mehr zu schätzen.

Das Staffel-Finale war einer der Höhepunkte des Workshops, zu dem der DOSB und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband die besten „Eliteschüler des Sports 2013" der jeweiligen Standorte eingeladen hatte. Die Veranstaltung führte die Teilnehmer in diesem Jahr in die Bundeshauptstadt Berlin. Neben dem Besuch der Schwimm-Europameisterschaften, bekamen die Schüler in zwei Seminaren wichtigen Input für die eigene Duale Karriere.

Sven Baumgarten, Projektleiter „Duale Karriere“ des DOSB, machte den Teilnehmern deutlich, warum das System der Eliteschulen des Sports für Leistungssportler so wichtig ist und welche Fördermöglichkeiten Spitzensportler in Deutschland haben. Viele der 13 Schüler nutzen bereits Förderangebote und werden bei ihren Planungen von ihrem regionalen Laufbahnberater unterstützt. Andreas Hülsen, Laufbahnberatung des OSP Berlin, erklärte den Schülern, warum es gerade als Sportler wichtig ist, sich frühzeitig Gedanken über die eigene Zukunft zu machen: „Architekt Adolf Loos sagte einst: ´Der Erfolg kommt nur über die Brücke der Planung zu Dir.´ Das lässt sich auch auf den Sport übertragen. Es gibt keinen standardisierten Weg. Jeder muss seinen individuellen Weg finden und der muss geplant werden.“

„Das System der Eliteschulen des Sports koordiniert parallel schulische Bildung und sportliche Ausbildung, so, dass keiner der beiden Bereiche vernachlässigt wird. Nachwuchsförderung spielt für die Sparkassen-Finanzgruppe eine wichtige Rolle. Junge Talente werden auf ihrem Weg an die Spitze unterstützt und begleitet. Die Eliteschulen des Sports bieten dafür die besten Voraussetzungen“, fasst Simon Drühmel das Engagement der Sparkassen-Finanzgruppe zusammen.

Auch die eigene Vermarktung eröffnet den Leistungssportlern die Chance sich für ihre Zukunft zu positionieren. Eine gute und einfache Möglichkeit der Selbstvermarktung bieten die Social-Media-Kanäle an, sie müssen nur richtig genutzt werden. Daniel Rehn, Social-Media-Experte, gab den Schülern wichtige Tipps für die Social-Media-Nutzung und speziell zu den Möglichkeiten, von der DOSB-Kampagne #WirfuerD zu profitieren: „Es ist wichtig dauerhaft im Gespräch zu bleiben. Habt Spaß. Bewahrt Ruhe. Bleibt authentisch.“

Begleitet wurde das Seminar von Rekordweltmeister und Olympiamedaillen-Gewinner Thomas Lurz. Erst einige Tage zuvor hatte er selbst bei den Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen Bronze (5 km) und Silber (10 km) gewonnen. Auch er hat neben dem Leistungssport sein Studium abgeschlossen und empfiehlt jedem sich nicht nur auf den Sport zu beschränken, sondern sich mit einer Dualen Karriere abzusichern: „Man hat den Kopf beim Sport frei und ist relaxter. Wenn man nicht ständig Angst hat nach der sportlichen Karriere mit nichts dazustehen, kann man sich beim Training voll und ganz auf den Sport konzentrieren und so effektiver trainieren.“

Mit neuen Impulsen für die weitere Planung der eigenen Laufbahn und dem „Goldenen Moment“ im Gedächtnis, ging es für die Schüler am Sonntag zurück in die Heimat. Das Wochenende in Berlin bot den Schülern eine gelungene Mischung aus Karriere relevanter Informationen und sportlicher Highlights. Auch im nächsten Jahr dürfen sich die Eliteschüler des Sports der 43 Standorte auf einen Workshop im sportlichen Umfeld freuen.

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Weltmeisterlicher Workshop der „Eliteschüler des Sports 2012“ in Duisburg

„Deutschland vorne… Deutschland zieht an... und Deutschland gewinnnnnt. Deutschland ist Weltmeister!“, hallte es gleich neunmal aus den Lautsprechern bei der Kanu Weltmeisterschaft in Duisburg. Acht “Eliteschüler des Sports 2012“ waren bei dem Goldrausch der deutschen Kanuten live dabei.  Zu welchen Höchstleistungen gegenwärtige und ehemalige Eliteschüler des Sports fähig sind, bewiesen beispielsweise Max Rendschmidt im K2 und Peter Kretschmer mit Kurt Kuschela durch den ersten Sieg Deutschlands im C4 und die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Kanurennsport-Nationalmannschaft in ihrer Laufbahn eine Eliteschule des Sports besucht hat.

Die Finalwettkämpfe  wurden so zu einem der Highlights des Workshops, zu dem der Deutsche Olympische Sportbund zusammen mit dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband die „Eliteschüler des Sports 2012“ der jeweiligen Standorte eingeladen hatte. Unter den von ihren jeweiligen Schulen ausgezeichneten Talenten war auch Rennrodlerin Saskia Langer. Die 18-jährige Schülerin gewann bei den Olympischen Jugendspielen bereits Silber und wurde 2012 aufgrund ihrer sportlichen und schulischen Leistungen sogar deutschlandweit als „Eliteschülerin des Sports 2012“ ausgezeichnet.

Neben den sportlichen Höchstleistungen bei der Heim-WM widmeten die Nachwuchsathleten einen wichtigen Teil ihrer Zeit auch an diesem Wochenende der „Dualen Karriere“. Ehemalige Spitzensportler und Experten  klärten über Möglichkeiten, Chancen und Risiken in der Verbindung von Spitzensport und Schule bzw. Beruf auf. Geleitet wurde das Seminar von Dr. Sven Baumgarten, dem Projektleiter „Duale Karriere“ des DOSB, der den Schülern Wege und Möglichkeiten aktiver Laufbahnplanung aufzeigte. Zudem berichtete Andreas Dittmer vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband, selbst dreifacher Olympiasieger im Kanurennsport über seinen eigenen Weg – von der Streckung der Ausbildungszeit bis hin zu seiner heutigen Stelle in der Abteilung „Gesellschaftliches Engagement und Veranstaltungsmanagement“, in der er seinen sportlichen Hintergrund einbringt. Auch Kanu-Vize Weltmeisterin Silke Kassner, die bei der Deutschen Sport-Marketing das Thema Eliteschulen des Sports betreut, sowie Eisschnelllauf-Olympiasiegerin und Referentin der Dualen Karriere im Ressort Olympiastützpunkte, Nachwuchsleistungssport im DOSB, Katrin Mattscherodt, berichteten von ihren Erfahrungen. Neben den ehemaligen Spitzensportlern begleitete der  Weltmeister  im Turmspringen Sascha Klein die Teilnehmer über das gesamte Wochenende. Auch er hatte viel aus seiner Laufbahn zu berichten und beantwortete die Fragen der Teilnehmer.

Viele der teilnehmenden Schüler stehen bereits kurz vor ihrem Abschluss an der Schule und wissen zumeist schon genau, wo es hingehen soll. Saskia Langer möchte beispielsweise Psychologie studieren. Doch das „wie“ ist vielen bisher noch nicht klar. An welcher Uni kann ich meinen Studienplan an meine Trainingszeiten anpassen? Wer hilft mir, die richtige Uni für mein Studium zu finden? In diesen Punkten sind die Laufbahnberater an den Olympiastützpunkten meist die besten Ansprechpartner. Sie haben hervorragende Kontakte zu den Universitäten und bereits viele Athleten bei der Dualen Karriere begleitet. Katrin Mattscherodt gab den Schülern zu diesem Thema ihre positiven Erfahrungen weiter. Vom Erstkontakt mit der Universität durch den Laufbahnberater bis zum Abschluss fühlte sie sich durchweg gut begleitet.

Ein weiterer Programmpunkt des Workshops war der Besuch im Deutschen Haus. Nachdem die Schüler die Kanuten tagsüber lautstark angefeuert hatten, trafen die Nachwuchsathleten dort auf  die deutschen Athleten und gratuliertenden Medaillengewinnern persönlich. Einer dieser Gewinner war  Tom Liebscher, selbst „Eliteschüler des Sports 2011“. Er bejubelte seine erste Medaille bei einer WM im Kajak-Einer.

Nach den Workshops 2011 in Garmisch-Partenkirchen (Weltmeisterschaften Ski Alpin) und 2012 in Innsbruck (Olympische Jugend-Winterspiele) gelang es auch bei der dritten Auflage den jungen Athleten eine gelungene Mischung aus Karriere relevanter Information und sportlichen Highlights zu bieten.

Weitere Informationen zum Workshop 2013

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Olympisches Debüt für den Nachwuchs

Knallharte Bandenchecks, rasante Aktion auf dem Eis und große Emotionen auf den Rängen der Olympia-Arena - all das durften 13 Eliteschüler des Sports bei ihrem „olympischen Debüt“ in Innsbruck als Zuschauer aus nächster Nähe verfolgen.

Das jugend-olympische Eishockeyfinale zwischen Russland und Finnland war einer der Höhepunkte eines Workshops, zu dem der DOSB und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband die besten „Eliteschüler des Sports 2011“ der jeweiligen Standorte eingeladen hatten.

Das Seminar führte die Teilnehmer nach Innsbruck zur Premiere der Olympischen Jugend-Winterspiele. Die Delegation erwies sich dabei als echter Glücksbringer für das deutsche Team. Denn sowohl bei der Biathlon Mixed Staffel als auch bei der Teamkonkurrenz im Skispringen gewann Deutschland, lautstark unterstützt von den Eliteschülern, die Goldmedaille. Außerdem waren die Nachwuchsathleten bei der Medaillenzeremonie für die Deutschen Eishockeymädchen vor Ort, die Bronze gewannen. Neben den verschiedenen Wettkämpfen besuchten die Teilnehmer im verschneiten Innsbruck das Olympische Dorf und nahmen am Abschlussabend der Deutschen Jugend-Olympiamannschaft auf knapp 2000 Metern Höhe teil.

Geleitet wurde der Workshop vom dreifachen Olympiasieger Andreas Dittmer vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Er gab den Athleten wertvolle Erfahrungen und Tipps aus der eigenen Karriere mit auf den sportlichen bzw. beruflichen Weg. Bereits beim Kennenlernen wurde deutlich, dass die Teilnehmer selber auf dem Weg sind, um olympische Medaillen zu kämpfen. Unzählige Deutsche Meistertitel, europäische Erfolge und Medaillen bei Junioren-Welttitelkämpfen hatte die ausgewählte Runde aufzuweisen.

Für einen in der Runde könnte die olympische Hoffnung sogar schon 2012 konkret werden. Ruderer Hubert Trzybinski hofft nach seinem Sieg bei den U-23-Weltmeisterschaften auf die Teilnahme in London. Der Einser-Abiturient von der Berliner Flatow-Oberschule steht dabei exemplarisch für die Möglichkeiten, die das duale System der Eliteschulen des Sports bereithält. Dem 20-Jährigen gelang im vergangenen Jahr das „Double“ aus Abitur und WM-Titel. Auch in der Zukunft will die Ruderhoffnung zweigleisig fahren: „Ich werde im nächsten halben Jahr alles daran setzen mich für London 2012 zu qualifizieren. Danach möchte ich parallel zum Rudern mit dem Medizinstudium beginnen.“

Im Zeichen der fünf Ringe entstehen besondere Momente mit olympischem Flair , die in keinem Programm geplant werden können - das zeigte die Rückkehr vom Mannschaftsabend. Gemeinsam mit Athleten des Teams und Tiroler Musikanten fuhren die Teilnehmer mit der Seilbahn zurück ins Tal. Die Musikanten sorgten mit Musik und Tanz - untermalt vom einzigartigen Tiroler Bergpanorama - für beste Stimmung während der unvergesslichen „Kabinenparty“.

Weitere Informationen zum Workshop 2012

Copyright: Marc Gilsdorf
Copyright: Marc Gilsdorf

Gipfeltreffen unterm Gipfel

Ein verlorener Wettkampf, geplatzte Träume – und ein enttäuschter Sportler, auf den kritische Journalisten und blitzende Kameras warten. Ein Szenario, dass die 14 Teilnehmer während des Workshops für die Eliteschüler des Sports 2010 nicht nur theoretisch erlebt haben. Beim Herren-Slalom der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen lieferte Felix Neureuther das Praxisbeispiel.

„Mir fehlen die Worte. Ich weiß nicht, wieso mir das passiert ist. Ich muss das erst mal verdauen.“ Nach einem ängstlichen ersten Lauf und dem Ausscheiden im zweiten war der 26-jährige Lokalmatador genau jener Situation ausgesetzt, für die DOSB-Pressesprecher Christian Klaue die Eliteschüler des Sports 2010 am Abend zuvor in einem Medienseminar sensibilisieren wollte. Neureuthers Reaktion, nach Meinung von Klaue und den Schülern vorbildlich. „Gerade in derart emotionalen Situationen wie einer Niederlage ist der Umgang mit Journalisten bestimmt nicht immer leicht. Aber ,kein Kommentar‘ ist keine Option.“

Das Seminar war Bestandteil eines Workshops, zu dem der DOSB und die Sparkassen-Finanzgruppe erstmals die besten Eliteschüler des Sports 2010 der jeweiligen Standorte eingeladen hatten. Auf dem Programm standen der Besuch des Damen- und Herren-Slaloms der FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaft sowie ein Treffen mit Thomas Bach und Heinrich Haasis, den Präsidenten von DOSB und Deutschem Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

„Die Förderung des Sports ist in den vergangenen Jahren immer besser geworden. Ihr seid die besten Beispiele dafür.“ Mit diesen Worten lobte Bach nicht nur die Leistungen der Nachwuchsathleten, sondern auch das Engagement des DSGV, der die Eliteschulen des Sports schon seit 1997 unterstützt. „Als wir früher zu Wettkämpfen gefahren sind, gab es einen Ring Fleischwurst vom Metzger für die Fahrt, das wars“, erinnerte sich Bach am Schanzentisch des Gudiberges. Heute dagegen hätten sowohl die Leistungen des Sponsors als auch die des Sportlers einen völlig anderen gesellschaftlichen Stellenwert erlangt.

Für DSGV-Präsident Haasis ist das Engagement für den Sport eine Selbstverständlichkeit. „Wir wollen uns einfach in der Umgebung, in der wir leben, engagieren. Und Sport gehört dazu. Die Unterstützung seiner Elite ist eine wichtige Aufgabe.“ Das System der dualen Karriere ermögliche es dem Nachwuchs an den 39 Eliteschulen des Sports, trotz des leistungssportlichen Erfolgs den schulischen nicht außer acht zu lassen. Beispiel ist der ehemalige Kanute Andreas Dittmer, Olympiasieger und 46-maliger Deutscher Meister, der sich seit seinem Karriereende 2008 bei der Sparkassen-Finanzgruppe um das gesellschaftliche Engagement im Sport kümmert. „Es gibt auch ein Leben nach dem Sport. Es ist wichtig, dass ihr auch noch ein anderes Standbein habt“, appellierte der Sparkassen-Betriebswirt an die Jugendlichen.

Gerade am Anfang einer Spitzensportkarriere steht Ruderer Felix Bach. Bei den Olympischen Jugendspielen in Singapur holte er die Silbermedaille, in Brandenburg ist er 2009 und 2010 Nachwuchssportler des Jahres geworden. Zeit für andere Hobbys ist bei zwölf bis 14 Trainingseinheiten in der Woche kaum, sollte man meinen. Aber sie bleibt doch - auch dank der Institution Eliteschule des Sports. „Mein Tag ist gut durchorganisiert mit Training und Schule, aber auch mit dem nötigen Anteil an frei verfügbarer Zeit. Mit steigendem Alter wird man außerdem flexibler, fährt mit dem Auto und so weiter. Da kann man die wenige Freizeit, die bleibt, ganz gut nutzen."

Weitere Informationen zum Workshop 2011

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